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Bogarosch

(rum.: Bulgârus, ung.: Bogáros, umgangssprachlich: Bugarisch, Bogarisch) liegt im rumänischen Banat, im westlichen Teil des Kreises Temesch. In der Theresianischen Ansiedlungsperiode 1769 gegründet, wurde der Ort mit Einwanderern aus Lothringen, dem Elsaß, dem Heiligen Römischen Reich deutscher Nation, Schlesien und anderen Gebieten besiedelt. Bogarosch war bis 1945 ein rein deutsches Dorf, seit 1968 bildet der Ort mit den Nachbardörfen Lenauheim und Grabatz die Großgemeinde Lenauheim mit dem Gemeindesitz in Lenauheim.

Unsere Internetpräsenz, dieses "virtuelle" Bogarosch soll dazu beitragen den Zusammenhalt der Bogaroscher auch weiterhin zu erhalten und zu festigen, bei den Erlebnisgenerationen wird bestimmt die ein oder andere Erinnerung an längst Vergangenes wach, beabsichtigt ist aber auch, bei den Jüngeren die Neugierde, das Interesse an unserer Gemeinschaft zu wecken, einhergehend vielleicht mit der Frage: "Wer sind die Bogaroscher und die Banater Schwaben?" oder "Wo liegen meine Wurzeln, wo kommt meine Familie her?" Sollte uns das gelingen, erfüllt diese Seite ihren Zweck.

Pipatsch, Klatschmohn, Mohnblume, Poppy, Pipacs, Mac rosu. All diese Namen bezeichnen ein bescheidenes und anspruchsloses Gewächs, die Pflanzenart Papaver rhoeas, die bei den Banater Schwaben, wie in anderen Kulturen auch, einen hohen symbolischen Stellenwert geniesst.

Bereits 1908 gab Szimits seine Volksliedersammlung als "Pipatsche und Feldblume vun dr Heed" heraus, ab den 1960er Jahren war der schwäbisch-mundartliche Teil der Neuen Banater Zeitung als "Pipatsch" bekannt, 2016 wird die Pflanze auf einer Kulturtagung in Sindelfingen als "Sommersprosse" der Banater Heide bezeichnet. Vor diesem Hintergrund trägt die HOG Bogarosch mit ihrer Website, mit dieser "Sommersprosse", ihren Beitrag zur Vielfalt der virtuellen Banater Landschaft bei.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Verweilen, Lesen und Stöbern, und freuen uns auf Feedback von Ihnen, wie wir diese Seite noch attraktiver und interessanter gestalten können.

 

der Vorstand.

Dorchs Johr

„Ich winsch Eich e glicklichs Neijohr, lang zu lewe un glickselich zu sterwe!“ „Dank, ich winsch Eich aa so viel!“ So laut' am erschte Taa die Ansproch, wann sich unsr Deitschi begeen, anstatt'm gewehnliche: „Gut Morje“ odr „Gutn Owed!“

 

De Raki is eich sichr, wann dr winscht, un bei de Reiche aa dr Kaffee. Freilich gehn die Winsch nit all in Erfillung, un's wär aa nit gut, weil's no lautr Fauli gäft, awr so is mol dr Gebrauch, un wu dr Gebrauch is, tanzt mr'n Pumprnikl in dr Kerch, saat's Sprichwort. Mit dem Taa hat aa die Zeit angfang, wu die Musich schun spiele därf, drum geies oweds drvor aa schun dort, wu was rausschaut.

 

Grad so is es am Dreikenichstaa, weil dr Kaschpr drbei is un dem sei Namestaa is, muß'r mit'm Gulde rausricke. An dem Feiertaa were Krappe geback, un wer de Kreizr drin findt, is Kenich an dem Taa.

 

So, wann die erschte 6 Täch voriwr sin, geht no die Fasching an, do wird Sunntachs getanzt, daß es nimmi gut is, un gar manche „Baal“ vraranschiert, weil doch aa die Verheirati noch tanze wille, iwerhaapt die junge Weiwr muß mr nor gsiehn, wie se als misse mit'm Kind uf'm Arm dene Lediche zuschaue beim Tanz, so wie's dreizehnt Ferkl, weil's bei dr Sau nor 12 Tittewarzl git, un was des Zuschaue for Herzleed vrursacht, kennte eich die Mädl saan, was arm odr nit schen sin, dort newerum stehn un Kalich reiwe misse.

 

Jo, es is zum Bedaure, awr die Kalichwalache saan, sie wollte aa lewe!

 

J. Szimits

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