20. Jahrhundert

Heimatortsgemeinschaft Bogarosch

in der Landsmannschaft der Banater Schwaben

letzte Aktualisierung am 20. November 2017

um 1900

begannen die großen Auswanderungswellen nach Amerika

1901

wurde der Kirchenturm, welcher mit Schindeln gedeckt gewesen war, durch einen neuen in Form einer Pyramide ersetzt ...

1910

Bahnanschluss, die Eisenbahnstrecke Hatzfeld - Lowrin wurde eröffnet, es verkehren anfangs 6 Züge am Tag

1914

in der Nacht des 26 Juli mach Österreich-Ungarn mobil, von den 543 eingerückten Bogaroscher sind 84 gefallen oder vermisst geblieben. Noch 1914 trat der Staat mit einer Kriegsanleihezeichnung an die Bevölkerung heran und wiederholte dies noch öfters bis zum Ende des Krieges. Man zeichnete im Laufe der vier Jahre enorme Summen. Im Herbst 1918 waren die Kriegsanleihen nur mehr Papierstücke ohne Wert. Manche Familie verarmte völlig

1918

zum Ende des Jahres besetzten die Serben diese Gegend und verblieben bis zum 27 Juli 1919, am 3. August zogen rumänische Truppen in Temeschburg ein

1939

-

1945

von den im zweiten Weltkrieg eingerückten Bogaroscher sind 12 in der rumänischen Armee und 44 in der Deutschen Armee gefallen oder vermisst, 67 kehrten nicht mehr in ihre Heimat zurück, sie fanden in Deutschland, in Österreich und in den USA eine neue Heimat.

 

Im Herbst 1944 wurden die deutschen Ortschaften im Banat mit Kolonistenfamilien aus den rumänischen Kernländern durchsetzt.

 

1945, am14. Jänner begannen die Verschleppung der arbeitsfähigen deutschen Bevölkerung zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion. Agrarreform in Rumänien. Enteignung von Maschinen, Ackergeräte, Vieh- und Bodenbesitz

1947

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1951

Gründung von Staatsfarm und Landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaft (C. A. P.).

1951

Verschleppung in die Bârâgansteppe. nach 5 Jahren kehrten die Überlebenden zurück, von den 295 deportierten Bogaroscher sind 27 dort verstorben

ca. 1955

Einsetzen der Auswanderung / Familienzusammenführung

1968

Auflösung der Gemeinde Bogarosch, Zugehörigkeit zur Großgemeinde Lenauheim

1987

letzte Bogaroscher Kerwei

1990

kein deutscher Schuluntericht mehr in Bogarosch, in den Jahren davor nur die Klassen 1-4, mit einräumigem Unterricht

1989

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1992

die letzten deutschstämmigen Bogaroscher verließen Rumänien, die Pfarrei Bogarosch wurde aufgelöst und der Pfarre Lowrin als Filiale zugeteilt

 

 

Fazit: Die Heimat die unsere Vorfahren sich auf diesem Fleckchen Erde aus Sumpf und Moor geschaffen haben, ist trotz eines wirtschaftlich erfolgreichen und blühenden Gemeinwesens, zwischen die Räder der Ideologien des 20. Jahrhunderts geraten und nach und nach untergegangen.