Der Friedhof

Heimatortsgemeinschaft Bogarosch

in der Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V.

letzte Aktualisierung am 06. Dezember 2017

Gedenkstein

Zur Erinnerung an

Peter Schneider

Gestorben als Soldat in Bosnien

am 9. Juni 1897

24 Jahre alt

Grabstätten des Oberlehrers Mathias Ferch (1800-1862) und seiner Ehefrau Josefa geb. Trautner (1816-1886)

Die Mitglieder des Leichenbestattungsvereinses Bogarosch-Neusiedel zahlten einen gewissen Beitrag ein, im Falle des Ablebens stellte der Verein Totengräber, Sargträger, Leichenwagen sowie die Aufbahrung zur Verfügung um das Begräbnis in einem würdevollen Rahmen zu gestalten.

 

Der Leichenwagen des Leichenbestattungsvereins Bogarosch-Neusiedel bei einem Begräbnis in Neusiedel.

Zum Paradiese mögen Engel dich geleiten ...

Rückseite der Friedhofskapelle mit der Grabstätte des Pfarrers Johann Daum. Er wirkte von 1784 bis 1824, war ein bescheidener Priester, wirtschaftete mit seinem Bruder Otto unter einem Dach, wußte seinen Gläubigen den Glauben beizubringen und war Priester und Mensch zugleich. Spendete das ewige Licht und testierte der Bogaroscher Kirche 2300 fl, die Stiftungssumme repräsentiert den Wert vom zwei Sessionen. (J. Thierjung)

Grabstätte des Kolonisten Mathias Raster, gestorben 1805 im Alter von 68 Jahren. Die Familie stammte aus Franken, aus der Gegend um Würzburg und kam 1769 nach Bogarosch, Dort bekamen sie das Haus Nr. 107 zugewiesen.

Johann Thierjung berichtet: Witwe Anna Klopfstein geb. Raster, (die Tochter des Kolonisten Mathias R. (E.S.)), Haus Nr. 107, übergibt ihrer Tochter Anna Maria und deren Ehegatten Andreas Glaß ihr Eigenthum. Hingegen überläßt Andreas Glaß seinem münterjährigen Schwager Lorenz Klopfstein seine in Lowrin unter Nr. 5 befündliche halbe Session, jedoch genüßt die Nutzniesung dieser halben Session bis zur Großjährigkeit des Lorenz Klopfstein der Vater des Andreas Glaß nemlich: Johann Glaß. Gegeben zu Bogarosch am 16ten April 1812

Friedhöfe sind Denkmäler, Geschichtsbücher, wenn man sie zu lesen weiß. Zu allen Zeiten haben Menschen, um das Andenken an ihre Verstorbenen zu wahren, die Ruhe-stätten ihrer Lieben besonders, dem Zeitgeschmack ent-sprechend, gestaltet und geschmückt. Wie so oft sind es die kleinen Dinge, die Details, auf die es ankommt, achtet man darauf, entdeckt man erstaunliches, man wird damit belohnt in längst vergangene Zeiten und versunkene Lebenswelten entführt zu werden. Die Grabsteine künden von den Menschen die hier zur letzten Ruhe gebettet wurden. Aus anderen Quellen erfahren wir über den ein oder anderen Bogaroscher mehr als nur die Lebensdaten, wir sind in der Lage da und dort vor einem Grabstein innezuhalten um von demjenigen der hier ruht zu berichten.

 

Nirgendwo mehr auf den Banater Dörfern ist die ehemalige Zugehörigkeit dieser Gegend zur Donaumonarchie greifbarer als auf den Friedhöfen, die Banater Bestattungskultur besitzt, wenn auch in bescheidenerem Maßstab, unübersehbare Parallelen zum "Pompfünebre", der Wiener Bestattungskultur.

 

Das Fehlen der woanders übermäßig erfolgten Bereinigungs- und Regulierungswut hatte konservierende Wirkung auf viele Dinge, die an anderen Orten unwiederbringlich verlorengingen. Auch wenn unser Friedhof von Herrn Dan gepflegt wird, so haben Grüfte, Grabstätten und die Fauna, die sich teilweise selbst überlassen werden, einen morbiden Charme.

Kriegerdenkmal

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grabsteine aus dem 19. Jahrhundert

 

 

 

 

 

 

 

Gedenksteine am Kriegerdenkmal für die Opfer des Weltkrieges 1914-18.

Familiengrab der Kolonistenfamilie Schneider Georg aus Mettingen in Lothringen, gennant Mattinger Jerch. Georg Schneider starb 1823. Es sind bei der Ansiedlung 10 Familien mit dem Nachnamen Schneider eingewandert und alle hatten Nachkommen in Bogarosch.

Grabstätte des Lehrers Jakoby Hickly, gestorben 1885 im Alter von 21 Jahren an Tuberkulose.

Kindergräber

Hier sind drei Enkelkinder von Peter Stahl und Elisabeth Bücher beerdigt: Peter Schneider, Eltern: Heinrich Schneider und Eva geb. Stahl; Nikolaus Stahl (konnte bisher nicht identifiziert werden) und Magdalena Stahl. Magdalena Stahl ist die Tochter des Kapellmeisters Peter Stahl aus Amerika.

Blick in die Gruft unter der Friedhofskapelle

Remise zum abstellen des Leichenwagens. Hier wurde auch das benötigte Zubehör aufbewahrt: Werkzeuge die zum ausheben der Gräber, Bohlen, Seile ua.

In diesem Gebäude befand sich auch ein gemauertes Kesselhaus.

Nikolaus Wolf, Theologe

gestorben 1899

Mitgliedsbuch des Leichenbstattungsvereins