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Das Schulwesen in Bogarosch

Die folgenden herausragenden Persönlichkeiten können nicht vorgestellt werden ohne die Leistungen der Bogaroscher Schule kurz anzusprechen.

Noch im Ansiedlungsjahr wurden die Kolonisten angehalten ein Schulhaus einzurichten.
Der erste Bogaroscher "diplomierte" Lehrer war Cajetan Muttersgleich welcher 1774 in Bogarosch unterrichtete.
Außer diesen unterrichteten besonders in den ersten Jahren, die sogenannten "Schulmeister", das heißt Lehrer ohne Diplom.
Dies waren meistens Handwerksburschen oder Bauern, die die Kunst des Lesens und Schreibens verstanden und die
Kleinen unterrichteten. So ein Schulmeister war beispielsweise Andreas Abendschein, der Schneider war.



Große Verdienste im Schulwesen hat sich die Familie Ferch erworben.
Sie waren vom Jahre 1825 bis 1897 als Lehrer in Bogarosch tätig
Mathias Ferch aus Gutenbrunn wurde im Jahre 1825 zum Lehrer in Bogarosch gewählt, wurde 1832 Oberlehrer. Er wirkte 42 Jahre, in diesen 36 in Bogarosch.
Im Jahre 1861 ging er in Pension, aber schon im darauf folgenden, 1862, starb er. Sein Nachfolger wurde sein Sohn Josef Ferch.
Aus dieser Familie gingen weiterhin zahlreiche Pädagogen und andere Studierte hervor.




Grabstätten des Oberlehrers Mathias Ferch und seiner Ehefrau Josefa geb. Trautner auf dem Bogaroscher Friedhof.

 

Bereits 1900, am 15 August versammelten sich die alle auf geistgem Gebiet tätigen Söhne der Gemeinde in ihrem Heimatdorf.
Zur Erinnerung an diesen Tag wurde die Gedenktafel am Schulhaus enthüllt.



Im Jahre 1924 berichtet Friedrich Ferch über den Zustand der Bogaroscher Schule im "Heidrösleinkranz".
Der Bericht ist auf der Seite des Oberlehrers Josef Ferch wiedergegeben.

1935 erwähnt Josef Hubert 91 Studierte in der damals erschienenen Ortsmonographie:
9 Geistliche, 7 Professoren, 24 Lehrer, 23 Ärzte, 7 Apotheker, 10 Ingenieure, 9 Juristen und 2 Tierärzte.



Schulkassen mit Lehrer Andreas Kovacs

Der Kampf um den Unterricht in der Muttersprache war immer aktuell.
Wehrte man sich erst gegen ungarische Assimilierungstendenzen so versuchte man sich nach dem zweiten Weltkrieg mit dem rumänischen Sozialismus zu arrangieren.

Großes geleistet haben auf diesem Gebiet auch die späteren Lehrer.
Stellvertretend seien hier erwähnt: Andreas Kovacs, Katharina Frank, die Lehrerfamilien Hammes, Frauenhoffer und Huber
sowie in den letzten Jahren die Lehrerinen Gabriele Schneider, Hedi Entner, Gertrude Kratochwill und Anna Riegelmayer.


Nach dem zweiten Weltkrieg wurde ein Internat in Bogarosch eingerichtet um den deutschen Kindern der umliegenden Dörfern den Schulunterricht in der Muttersprache zu
ermöglichen. Da unter diesen Umständen das Schulgebäude sich als zu klein erwies (ab Kriegsende wurden hier auch die rumänischen Kinder unterrichtet)
 wich man auf andere (zum Teil private) Gebäude aus.



Schulklasse mit Lehrerin Anna Hammes

Um dem Platzmangel zu beseitgen beschloss man ein neues Schulgebäude zu errichten. Diese wurde in den Jahren 1970 - 1974 auf dem Standort des
 Kindergartengeländes (Hausnummer 382) fertiggestellt.



Die neue Schule


Die alte Schule